Glock 17 Gen 5 – Der Test

Am Samstag hatte ich, vielen Dank an die Firma Professional Arms, die Möglichkeit die Glock 17 Gen 5 Test zu Schießen.
Wer die Vergleiche und Änderungen zur Vorgänger-Generation wissen möchte, hier gehts zum Vergleichsbeitrag.

Das Testobjekt
Als Testobjekt diente mir eine Glock 17 Gen 5, es wurden keine technischen Änderungen bei Abzug, Visier etc. vorgenommen.
Die Erstschmierung vom Werk aus wurde nicht entfernt, es wurde somit Out-of-the-Box geschossen. Die Magazine von der Gen4, Gen5 und von Magpul wurden bei diesem Testschiessen benutzt. Alle Magazine waren in meinem Test drop-free. Die benutzte Munition war buntgemischt um einen besseren Gesamteindruck zu bekommen. Dabei wurden Magtech 9B, S&B Schüttgut, Geco Hexagon sowie Geco Special Selection verschossen. Das Geschoss war bei jeder Munitionssorte Vollmantel mit einem Gewicht von 124grs. Bei Rund 500 Schuss, wurde keine einzige Hemmung beobachtet, der Auswurf der Hülsen war jedes Mal korrekt.

Glock 17 Gen5

Glock 17 Gen5

Die Handhabung
Die Handhabung hat sich zur Gen 4 nur minimal geändert. Die Zunahme der Breite von 4mm, durch den Magazintrichter, habe ich persönlich nicht als störend empfunden. Durch das Fehlen der Fingerrillen, hat sich jedoch bei mir ein positiveres „Greifgefühl“ als mit der Gen 4 eingestellt. Einzig hat mich der beidseitig bedienbare Verschlussfanghebel gestört. Als Rechtshänder und mit „Finger Lang“ (Hierbei ist der Abzugsfinger gestreckt), musste ich mich kurz aber schmerzlos umgewöhnen. Denn mein ausgestreckter Abzugsfinger war, wie gewohnt, für die Gen 5 zu hoch. Beim Laden, kam es daher anfangs vor, dass der Verschluss sich nicht bewegte da er vom Verschlussfang blockiert wurde. Nach zwei Serien war dieses „Problem“ jedoch Geschichte. Auch meine Holster von Sickinger (mit Streamlight TRL1-HL), Bladetech und Blackhawk haben sich von Anfang an mit der neuen Generation vertragen. Der beidseitige Verschlussfanghebel war kein Hindernis beim Ziehen oder beim Holstern.

Trefferbild
Damit ich einen direkten Vergleich hatte, habe ich auch parallel zur Gen 5 eine Gen 4 geschossen. Um einen Schützenfehler auszuschließen, habe ich einen Kameraden dazu eingeladen mit mir Test zu schießen. Außerdem konnten wir so, sowohl das dynamische Schießen als auch das statische Schießen in den Test integrieren.

Geschossen wurde aufgelegt als auch stehend frei auf 10 Meter. Mehr ließ das Licht in der Schießhalle zur späten Stunde nicht mehr zu.
Hierbei holten wir, anhand der Fotos erkennbar, die Geco Special Selection und die Magtech 9B die engsten Streukreise aus der Glock 17 Gen 5 sowie Glock 17 Gen 4 heraus.

Preis
Der aktuelle Listenpreis (Stand 13.09.2017) liegt bei € 785,-

Mein Fazit
Glock hat in punkto Zuverlässigkeit im Vergleich zum Start der Gen 4 seine Hausaufgaben sehr gut gemacht.
Wir hatten bei über 500 Schuss keine Auswurf- oder Zuführhemmung beobachtet. Schnelle Magazinwechsel sind dank Magazintrichter leichter von der Hand gegangen. Wer noch keine Glock hat, sollte bei der Gen 5 zugreifen, durch das Entfernen der Fingerrillen ist die Ergonomie des Griffs auch für Schützen mit kleinen Händen gestiegen. Wer schon eine Gen 4 sein Eigen nennen darf, sollte sich den Wechsel gut überlegen, vor allem Diejenigen die sich bereits Ersatzteile auf Lager gelegt haben, siehe Vergleichbeitrag.

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